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Brennweite:

Das Weitwinkelobjektiv unterscheidet sich zum Fisheye- und Normalobjektiv durch den abgebildeten Bildwinkel. Während die "Normalobjektive" mit einem Bildwinkel von etwa 40 - 50° der perspektivischen Wahrnehumg des Menschen entsprechen, zeigen Weitwinkel wesentlich mehr. Vorrausgesetzt das Aufnahmeformat (Kleinbild bzw. Sensorgröße) bleibt gleich, ist die Brennweite gegenüber den Normalobjektive wesentlich kürzer und zeigt damit einen größeren Bildwinkel. Kurzum: Umso länger die Brennweite umso kleiner der Bildwinkel und umgekehrt.

Ein maßgeblicher Unterschied vom Weitwinkel- zum Normalobjektiv ist die Tiefenschärfe. Während lange Brennweiten, bei geöffneter Blende, den Hintergrund verschwimmen (Bokeh) lassen, ist dieser Effekt bei Weitwinkelobjektiven weniger stark ausgeprägt. Weitwinkel bestechen sogar durch ihre hohe Tiefenschärfe bei vergleichsweiser langer Brennweite.

Regeln sind natürlich dazu da um sie zu brechen. Aber dennoch haben sich so einige Grundprinzipien, was die Bennenung von Brennweiten angeht durchgesetzt

Von gemäßigten Weitwinkel- bzw. Reportageobjektiven sprechen wir, wenn der Bildwinkel zwischen 60 und  75° liegt. Die Bezeichnung als Reportageobjektiv resultiert aus der höheren Schärfentiefe und den geringen Verzerrungen:

Brennweite 28 mm = diagonaler Bildwinkel 75°
Brennweite 35 mm = diagonlaer Bildwinkel 63° (bezogen auf Kleinbildformat).

Superweitwinkel- oder auch Ultraweitwinkelobjektive sind alle Objektive mit einem Bildwinkel ab 80°. Im Netz, Magazinen und Tutorials wird nicht selten die Abkürzung UWW bzw. SWW verwendet. Diese Objektive meistens in der Landschaftfotografie zum Einsatz. Die Grenze der verzerrungsfreien Abbildung bei Weitwinkeln liegt bei etwa 130°.

Typische Superweitwinkel- bzw. Ultraweitwinkelbrennweiten sind:

Brennweite 14 mm = diagonaler Bildwinkel 114°
Brennweite 17 mm = diagonaler Bildwinkel 104°
Brennweite 20 mm = diagonaler Bildwinkel 94°
Brennweite 24 mm = diagonaler Bildwinkel 84° (bezogen auf Kleinbildformat).

Weitwinkelzooms ermöglichen es, den Bildwinkel zu verändern. Daher kam auch der früher gebräuliche Ausdruck "Gummilinse", der im Allgemeinen für Objektive mit veränderbaren Brennweiten Verwendung fand. Im Gegensatz zu "herkömmlichen" Normalbrennweiten, war es wesentlich schwieriger den Abbildungsfehlern von Zoomobjektiven Herr zu werden, weshalb erst relativ spät (um 1970 herum) die ersten Linsen dieser Art auf den Markt kamen. 

Die typischen Brennweiten Varianten für Weitwinkelzooms sind:

Brennweite 12 - 24 mm = diagonaler Bildwinkel 83° - 122°
Brennweite 16 - 35 mm = diagonaler Bildwinkel 63° - 107°  (bzw. auch Brennweite 17 - 35 mm)
Brennweite 17 - 40 mm = diagonaler Bildwinkel 57° - 104°
Brennweite 24 - 70 mm = diagonaler Bildwinkel 34° - 83°  (bezogen auf Kleinbildformat).

Außerdem gibt es noch, speziellere Weitwinkelformate, die sich über die Jahre ebenfalls etabliert haben:

Brennweite 11 - 16 mm = diagonaler Bildwinkel 82° - 104°
Brennweite 12 - 28 mm = diagonaler Bildwinkel 54° - 99°
Brennweite 16 - 28 mm = diagonaler Bildwinkel 77° - 107°